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Welche Rolle spielt Bildung bei Leadership wirklich?

„Jeder kann für sich Leader sein.“ Bei den Millstätter Wirtschaftsgesprächen im Powertalk mit Moderatorin Christine Marek vom CM Consulting stellten sich die Bundesobfrau der Schülerunion Carina Reithmaier, Sektionschefin des BMBWF Margareta Scheuringer und Thomas-Peter Gerold-Siegl den spannenden Fragen der Diskussionsrunde. Im Mittelpunkt stand das Thema „Leadership für die nächste Generation“.

Von Lisa Aichholzer und Lena Scheck

„Leadership wird im Kindergarten gelegt“, erklärt der KIWI (Kinder in Wien) Geschäftsführer Gerald-Siegl. Kinder dürfen im Kindergarten selbst entscheiden. Im Gegensatz zu früher werden die Kinder heute von ausgebildeten PädagogInnen in kleineren Gruppen betreut. KIWI ist ein traditionsreicher Wiener Kindergarten- und Hortträgerverein, der großen Wert auf ein offenes Lernen und Spielen legt. Es wird somit die perfekte Mischung zwischen Struktur und Individualisierung geschaffen. Zurzeit sind die meisten Anforderungen der Eltern gedeckt, doch wie wird es in Zukunft aussehen? Welche Kompetenzen müssen PädagogInnen dann mitbringen?
Homeschooling kennt mittlerweile jeder von uns. Die Kinder bekommen Lernpakete per WhatsApp oder E-Mail geschickt und müssen diese bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigen. Die Teenager wiederum haben Online-Meetings via MS-Teams, um den Unterricht zu folgen. Doch unglaublich ist, dass die Schulen in dieser Zeit sehr flexibel und schnell reagiert haben. Nicht nur für die SchülerInnen war es eine neue Erfahrung – auch die Lehrpersonen haben zuvor noch nie digital unterrichtet. Aus dieser Sicht kann man sagen, Corona ist auch eine Chance. Denn die SchülerInnen haben sich in dieser Zeit eigenständig organisieren müssen.
Nun stellt sich die Frage: Wie wird der Arbeitsplatz der SchülerInnen und LehrerInnen in Zukunft aussehen? Darüber wurde im Powertalk ausführlich diskutiert. Ob Schüler vermehrt via Homeschooling unterrichtet werden oder ob die LehrerInnen weiterhin im klassischen Lehrerzimmer ihrer Tätigkeit nachgehen werden, bleibt offen. Eins steht jedoch fest: Egal ob online oder in Präsenz: „Lehrer können den SchülerInnen so viel mitgeben, jedoch auch so viel zerstören.“, so Carina Reithmaier.