Wird Österreich in Hinsicht industrieller Bauten zu einem Museum? Bei einem Powertalk der sechsten Millstätter Wirtschaftsgesprächen wurde über den Standort industrieller Firmen, Leadership und über den Facharbeitermangel diskutiert. Ein lösungsorientierter Talk.
Von Elias Wallner
Österreich ist ein sehr beliebtes Land für Headquarters und sehr gut für industrielle Firmen geeignet. Doch es entwickelt sich immer mehr in eine fragwürdige Richtung, da es nur schleppend weitergeht was Neubauten für die Industrie angeht. Es ist höchste Zeit die Denkweise zu ändern, denn es herrscht auch ein extremer Facharbeitermangel bundesweit und man muss anfangen, dort zu bauen, wo die Leute sind. Es stellt sich die Frage warum so wenig Personal zu kriegen ist und warum teilweise auch so viel Potential liegen gelassen wird. Gründe gibt es dafür viele, man kann hier bei den kleinsten Agenden anfangen und sich dabei die Frage stellen, warum die Arbeitskräfte in niedrigeren Positionen einen Pulverkaffee trinken und im Büro feinster Bohnenkaffee konsumiert wird. Ein wesentliches Problem stellt die Präsentation der verschiedensten Berufsbilder dar. Viele Jugendliche können sich gar nichts darunter vorstellen, welche Ausbildungsmöglichkeiten in der Region oder im Land angeboten werden. Deshalb sollten Unternehmen viel mehr auch auf Schulen zugehen und die Schüler:innen darüber informieren welche Chancen sie hätten und Neugier an der Materie wecken. Roland Fink, der Geschäftsführer von niceshops spricht auch darüber, dass man sich vom Headoffice-Gedanken verabschieden sollte und auch standortspezifisch mehr zu den Menschen gehen sollte. Im Prinzip ist es keine Standortfrage, sprich wo das Unternehmen seinen Sitz hat, sondern was man den Mitarbeitern bietet!
Zur jetzigen Zeit muss man Mut zur Lücke beweisen – das braucht Zeit, eine gute Strategie und eine realistische Vision.
